21.12.2017: Neue Mietzinsvorschreibung

Wie alljährlich, so traf auch heuer die Mitteilung von Wiener Wohnen ein, in welcher Höhe ab 1. Jänner 2018 der Mietzins anfällt. Anlass für die Veränderung sind die Betriebskosten, die als monatliches Akonto eingehoben werden (also nicht der kategorieabhängige Hauptmietzins!). Abgerechnet wird dann im nachfolgenden Juni in Form der Jahresabrechnung. Ähnlich wie bei Strom und Gas werden dann die nächsten Akonti angepasst. In der Praxis bedeutet das (fast) immer eine Erhöhung. Aber keine Regel ohne Ausnahme: In der diesjährigen Berechnung (also für 2018) fiel das Betriebskosten-Akonto geringer aus, als für 2017 (siehe Aufstellung unten)!

Zur Berechnung dieser Akonto-Beträge hüllt sich Wiener Wohnen diesmal in Schweigen. Lediglich die mathematisch nichtssagende Formulierung „haben wir dieses Betriebskostenakonto entsprechend angepassst“ steht in der Mitteilung. Grund dafür ist (vermutlich) die Klage eines Mieterbeirats-Kollegen, der Wiener Wohnen vorwirft, dass die Berechnung nicht 100%ig den Vorgaben des Mietrechtsgesetzes entspricht. Das reizt erst recht zum Nachrechnen! Auf 2016 basierend (2 Jahre) sind es 7,56% also3,78% pro Jahr.

Das mitverrechnete Waschküchen-Entgelt macht das Überprüfen des eingezogenen Betrags schwieriger. Dieser Waschküchenbeitrag scheint auf Kontoauszügen ja nicht mehr auf. Wer es genau wissen will, muss eine Detaillierung anfordern, oder das WK-Entgelt als Differenz zwischen Miete (lt. heutigem Brief) und abgerechnetem Betrag selbst berechnen.

Auch wenn die Betriebskosten ein wenig geringer geworden sind – sie sind im Gemeindebau immer noch höher als bei den meisten Privat-Mieten. Aber die Gesamtsumme können wir durch unser eigenes Verhalten beeinflussen:

  • Wasser ist nicht gratis! Sparen beim Wasserverbrauch wirkt sich doppelt aus, nicht nur auf die Gebühren beim Wasser selbst, sondern auch beim davon abhängigen Abwasser (Kanalgebühren).
  • Strom: Stiegenhausbeleuchtung am Tag? Kellerbeleuchtung auch nachdem man den Keller schon verlassen hat? Das Einsparungspotential ist zwar gering, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Allerdings ist 2017 und 18 aus dieser Position sanierungsbedingt nichts zu erwarten (nächtelange Kellerbeleuchtung infolge von Umleitungen der Gehwege).
  • Die Müllgebühren werden nach Containern verrechnet. Die Umstellung von 2000 Liter Conainern auf die 1000 Liter Container ist kostenneutral. Widerrechtlich abgestelltes Gerümpel aber – sowohl in den Kellergängen, wie auch auf den Mistplätzen – ist betriebskostenrelevant! Beides entsorgt die 48er über Aufforderung, aber natürlich gegen kräftiges zusätzliches Entgelt. Das muss nicht sein!

Bei etwas Disziplin können wir vielleicht erreichen, dass auch zumindest ein Teil dieser Betriebskosten nach der Abrechnung (Juni 2019) wieder zurückbezahlt wird.

Zur Übersicht hier die Entwicklung unserer Betriebskosten pro Quadratmeter/Monat (ohne MwSt):
2010 (abgerechnet) . . . . € 1,95
2011 (abgerechnet) . . . .  € 2,02
2012 (abgerechnet) . . . . € 2,19
2013 (abgerechnet) . . . . € 2,17
2014 (abgerechnet) . . . . € 2,15
2015 (abgerechnet) . . . . € 2,36
2016 (abgerechnet) . . . . € 2,27
2017 (Akonto, geleistet) . € 2,57
2018 (Akonto, geplant) . € 2,44

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Über MGR RA4456

Identadressen: Böcklinstraße 67 - 75 Lukschgasse 5 Gemeinschaft eines Wiener Gemeindebaus
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