27.07.2017: Betriebskosten und Hauptmietzinsabrechnung (3)

Dieser Beitrag ist bereits 2014, 15 und 16 im Rahmen einer 5-teiligen Serie in unserem Gemeindebau-Blog erschienen. Er ist inhaltlich heute noch genau so aktuell wie damals. Aus diesem Grund haben wir ihn aus seiner Versenkung „hervorgeholt“ (die genannten Werte wurden natürlich aktualisiert).

Betriebskosten: Ein weiterer Riesenbrocken ist die Müllabfuhr. Mit  rund 37,5-tausend Euro macht sie 16,5% unserer Betriebskosten 2015 aus.

Die Kosten der Müllabfuhr werden errechnet aus der Anzahl der jährlichen Abholungen, multipliziert mit dem Preis, den die Stadt Wien – (MA 48 –  Abfallwirtschaft) festlegt. In unserer Wohnhausanlage existierten 2016 fünf Müllcontainer mit einem Fassungsvermögen von je 2.200 Liter:

1 zwischen den Stiegen 1,2 und 3,
1 zwischen den Stiegen 4 und 6,
2 zwischen den Stiegen 9 und 10,   und
1 hinter der Stiege 12.     (wurde seit Mitte 2015 nur mehr 1 mal wöchentlich entleert)

Zu beachten: Derzeit (Mitte 2017) sind nur mehr Müllcontainer mit einem Fassungsvermögen von 1.100 Liter (also halb soviel wie vorher) im Einsatz. Die Platzierung der nunmehr 9 Gefäße variiert aufgrund der Bauarbeiten.

Die Abrechnungsmethode: Per Bescheid werden der Hausverwaltung die Jahreskosten (4 Container je 104 Abholungen, einer mit 52 Abholungen) bekanntgegeben. Die Einhebung erfolgt ebendort quartalsweise. In unserer Jahresabrechnung erscheint nur die Gesamtsumme.

Entrümpelungen: Eine Position die ausschließlich von Mietern verursacht wird, die ihr altes nicht mehr verwendetes Gerümpel (oft ganze Wohnzimmereinrichtungen) heimlich still und leise in den Kellergängen oder am Müllplatz abstellen! Entrümpelungen sind zwar keine große Position (0,5% der BK), aber dennoch eine Position, die nur aufgrund von Schlitzohrigkeit einzelner Mieter existiert (die Anderen zahlen für deren Dreck). Positiv jedoch ist die Entwicklung:
2013 waren es fast vorbildliche € 81,82
2014 schon € 951,32
2015 bereits € 3.667,21
2016 „nur mehr“ € 1.093,94. Zahlen aber müssen auch das alle – es ist also Diebstahl an den anderen, anständigen Mietern! Den Wert von 2013 sollten wir anstreben!

Hauptmietzinsabrechnung: Der Abschluss der Hauptmietzins-Abrechnung trägt den Titel “Salden (Erhaltung)” .

Erste Position: der Schlusssaldo aus dem Vorjahr = Übertrag
Zweite Position “Vortrag”: Dieser Begriff scheint im Mietrechtsgesetz gar nicht auf. Sinngemäß bezieht er sich auf §3(3) MRG und rechnet den Ertrag (Einnahmen minus Ausgaben) der älter ist als 10 Jahre (in unserer aktuellen Abrechnung eben 2006) aus der Mietzinsreserve heraus. Jetzt also darf die Hausinhabung ihren Gewinn (aber auch ihren Verlust), den sie vor 10 Jahren gemacht hat, “einstecken”.
Dritte Position: Einnahmen des aktuellen Abrechnungsjahres.
Vierte Position: Ausgaben des aktuellen Abrechnungsjahres.
= Saldo für den Zeitraum von – bis (eben 10 Jahre, die die Mietzinsreserve vorgehalten werden muss).

Anmerkung: Diese Infoserie wird fortgesetzt. Damit will das Mietergremium unserer Wohnhausanlage zu einem besseren Verständnis dieser nicht unkomplizierten Materie beitragen. Der Inhalt soll leicht verständlich sein, ist aber keineswegs eine umfassende Darstellung des Ganzen. Wer es genauer wissen will, dem sei diese Broschüre der AK empfohlen!

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Über MGR RA4456

Identadressen: Böcklinstraße 67 - 75 Lukschgasse 5 Gemeinschaft eines Wiener Gemeindebaus
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