11.07.2017: Betriebskosten und Hauptmietzinsabrechnung (2)

Dieser Beitrag ist bereits in den Vorjahren im Rahmen einer 5-teiligen Serie in unserem Gemeindebau-Blog erschienen. Er ist inhaltlich heute noch genau so aktuell wie vor zwei Jahren. Aus diesem Grund haben wir ihn aus seiner Versenkung „hervorgehoben“ (die genannten Werte wurden natürlich aktualisiert).

Betriebskosten: Betrachten wir Wasser und das damit verbundene Abwasser – gemeinsam mit 54,4-tausend Euro immerhin ca 23,8% unserer Betriebskosten 2016: Die Kosten werden errechnet aus der Menge die wir (also die Gemeinschaft der Mieter) verbrauchen, multipliziert mit dem Preis, den die Stadt Wien – (MA 31 Wasserwerke und MA 30 Wien Kanal) festlegt. Zähler gibt es nur für Wasser, aber auch die Abwasserverrechnung orientiert sich an diesen.

In unserer Wohnhausanlage existieren 6 Zähler:

Zähler Nr auf Stiege versorgt Stiegen
02026340500 2 2, 3
02026350800 1 1
02026360000 6 6, 7
02026370300 4 4, 5
02026410000 9 8, 9
02026420300 10 10, 11, 12

Da unsere Wohnhausanlage “eine wirtschaftliche Einheit” ist, scheinen in der Jahresabrechnung nur die Gesamtkosten dieser 6 Zähler auf. Eine Unterteilung auf die einzelnen Wohnungen gibt es nicht! Der Aufteilungsschlüssel ist die Wohnfläche.

Die Abrechnungsmethode: Ähnlich wie im privaten Haushalt die Energiekosten monatlich akontiert und einmal im Jahr abgerechnet werden, so verhält es sich auch bei der Abrechnung von Wasser und Abwasser: Jeweils im April wird abgerechnet und das neue Akonto festgelegt, im Juli und Oktober, sowie im Jänner des nachfolgenden Jahres wird lediglich das Akonto eingehoben (die MA31 und MA30 kassieren bei Wiener Wohnen – nicht bei uns Mietern!). Wenn wir also in unserer Jahresabrechnung 2016 die Positionen Wasser und Abwasser ansehen, so sind diese Werte nicht „jahresrein“, aber durchaus mit dem Wert vom 2015 (der ja auch nicht jahresrein ist) vergleichbar!

Der Preis: Durch die oben beschriebene Abrechnungsmethode entsteht auch ein Preismix aus 2015 und 2016. Will man also wissen, ob der Verbrauch gestiegen oder gesunken ist, so kann man das nicht allein aufgrund der Beträge tun, sondern man muss nach Abrechnungsperioden bereinigen! Eine solche Berechnung findet man hier, allerdings sind die jüngsten Werte derzeit noch nicht enthalten (erst mit dem Eintreffen der Jahres-Daten auf Datenträger sind diese einsehbar).

Bei Abwasser kann auf Ansuchen für Rasenbewässerung eine Reduzierung der verrechneten Menge gewährt werden. Allerdings wird in unserem konkreten Fall der maßgebliche Prozentwert nicht erreicht.

Hauptmietzinsabrechnung: Das Obenstehende ist kompliziert genug. Zum HMZ daher nur eine kleine Anmerkung: Der Saldo in der Jahresabrechnung wird kontinuierlich fortgeführt. Die Streichungen, die die Schlichtungsstelle 2013 im Rahmen des abgelehnten §18 Verfahrens gemacht hat, sind hier nicht berücksichtigt.

Anmerkung: Diese Infoserie wird fortgesetzt. Damit will das Mietergremium unserer Wohnhausanlage zu einem besseren Verständnis dieser nicht unkomplizierten Materie beitragen. Der Inhalt soll leicht verständlich sein, ist aber keineswegs eine umfassende Darstellung des Ganzen. Wer es genauer wissen will, dem sei diese Broschüre der AK empfohlen!

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Über MGR RA4456

Identadressen: Böcklinstraße 67 - 75 Lukschgasse 5 Gemeinschaft eines Wiener Gemeindebaus
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