09.12.2016: Neue Mietzinsvorschreibung

Wie alljährlich, so traf auch heuer die Mitteilung von Wiener Wohnen ein, in welcher Höhe ab 1. Jänner 2017 der Mietzins anfällt. Anlass für die Erhöhung sind die Betriebskosten, die als monatliches Akonto eingehoben werden (also nicht der kategorieabhängige Hauptmietzins!). Abgerechnet wird dann im nachfolgenden Juni in Form der Jahresabrechnung. Ähnlich wie bei Strom und Gas werden dann die nächsten Akonti angepasst (was in der Praxis immer eine Erhöhung bedeutet).

Zur Berechnung dieser Akonto-Erhöhung wurde das Ergebnis von 2015 mit einem Prozentsatz von 4,49% pro Jahr für 2017 hochgerechnet. Für 2 Jahre (2016 liegt ja noch nicht vor) sind das 8,98% als erwartete Mehrkosten 2017 gegenüber dem Jahr 2015.

Das mitverrechnete Waschküchen-Entgelt macht das Überprüfen des eingezogenen Betrags schwieriger. Dieser Waschküchenbeitrag scheint übrigens auf Kontoauszügen nicht mehr auf. Wer es genau wissen will, muss es anfordern, oder als Differenz zwischen Miete (lt. heutigem Brief) und abgerechnetem Betrag selbst berechnen.

Grundsätzlich ist das alles voll in Ordnung, sowohl lt. Gesetz, wie auch lt. logischer Überlegung. Die Höhe in Prozent (4,49% pro Jahr) aber ist erstaunlich hoch. Der Grund: Ab 2017 werden aufgrund der Valorisierung eine Reihe von Leistungen, die zu den Betriebskosten zählen, wesentlich teurer (siehe unseren Artikel vom 20.08.2016). Aber die Gesamtsumme können wir beeinflussen durch unser eigenes Verhalten:

  • Wasser ist nicht gratis! Sparen beim Wasserverbrauch wirkt sich doppelt aus, nicht nur auf die Gebühren beim Wasser selbst, sondern auch beim davon abhängigen Abwasser (Kanalgebühren).
  • Strom: Stiegenhausbeleuchtung am Tag? Kellerbeleuchtung auch nachdem man den Keller schon verlassen hat? Das Einsparungspotential ist zwar gering, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
  • Die Müllgebühren werden nach Containern verrechnet. Da haben wir ja bereits eine kräftige Einsparung erreicht (siehe Posting vom 23.10.2015), mehr lässt sich da nicht machen. Wohl aber bei widerrechtlich abgestelltem Gerümpel – sowohl in den Kellergängen, wie auch auf den Mistplätzen! Beides entsorgt die 48er über Aufforderung, aber natürlich gegen kräftiges zusätzliches Entgelt. Das muss nicht sein!

Bei etwas Disziplin können wir vielleicht erreichen, dass auch zumindest ein Teil dieser Betriebskosten nach der Abrechnung (Juni 2018) wieder zurückbezahlt wird.

Zur Übersicht hier die Entwicklung unserer Betriebskosten pro Quadratmeter/Monat (ohne MwSt):
2010 (abgerechnet) . . . . € 1,95
2011 (abgerechnet) . . . .  € 2,02
2012 (abgerechnet) . . . . € 2,19
2013 (abgerechnet) . . . . € 2,17
2014 (abgerechnet) . . . . € 2,15
2015 (abgerechnet) . . . . € 2,36
2016 noch nicht abgerechnet
2017 (Akonto, geplant) . € 2,57

 

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Über MGR RA4456

Identadressen: Böcklinstraße 67 - 75 Lukschgasse 5 Gemeinschaft eines Wiener Gemeindebaus
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