01.12.2013: Immer mehr Tauben

Mit den ersten kalten Tagen erwacht auch das Mitleid vieler Mieter mit den angeblich frierenden, hungrigen Vögeln. Um diesen etwas Gutes zu tun, werden allerlei Maßnahmen ergriffen:

Es werden Vogelhäuschen errichtet und auch betreut. Leider sind diese nicht artenspezifisch, um nur kleine Vögel wie Meisen, Kleiber u.ä. zuzulassen. Also scheuen auch die Tauben keine Mühe, um an das begehrte Futter heranzukommen. Mit heftigem Flügelschlag versuchen sie, sich auf den für sie zu engen Aufsitzmöglichkeiten festzuhalten und streuen so das Futter auf den Boden. Dort können dann ihre Artgenossen komfortabel speisen.

In guter Absicht werden aber auch Lebensmittelreste einfach in die Wiese gestreut. Das freut nicht nur die Tauben, sondern auch die Ratten, die sich ein solches Festmahl nicht entgehen lassen.

So unterschiedlich die beiden Tierarten auch sind, sie bringen uns ein gleichartiges Problem: Verunreinigung, Kot, Krankheitserreger. Wir sind mit diesem Misere nicht allein. Hier ein Auszug aus der

Rathauskorrespondenz vom 21.11.2013:
28. Wiener Landtag (1)
Fragestunde

Die 28. Sitzung des Wiener Landtages begann am Donnerstag um 9 Uhr mit der Fragestunde.

Die erste Anfrage richtete LAbge Mag.a Karin Holdhaus (ÖVP) an Mag.a Ulli Sima (SPÖ) und hatte das Füttern von Tauben im öffentlichen Raum zum Inhalt. Die Umweltstadträtin erklärte, dass in Wien im Jahr 2006 zwischen 130.000 und 150.000 Stadttauben gelebt hätten. Dies sei im Vergleich zu den Siebziger-Jahren fast eine Halbierung. Das Problem, das sich durch die Taubenfütterung ergebe, sei hauptsächlich die Verunreinigung. Verfütterung von Speiseresten und das „Entleeren der Biotonne“ würden von den Waste Watchern geahndet und bestraft. Generelles Füttern von Tauben werde aber nicht verboten, denn man könne nicht zwischen „guten und bösen“ Vögeln unterscheiden. Das Füttern von Körnern in kleinen Mengen sei in Ordnung. In Meidling gebe es einen Taubenkogel, der etwa Platz für 400 Tauben biete, dort werde artgerecht gefüttert und die gelegten Eier durch Gipseier ersetzt.

Wir leben gottseidank in einer wunderschönen grünen Umgebung. Das kann man in einem städtischen Gebiet nicht hoch genug werten! Hier haben Vögel keine Not an natürlich auffindbarem Futter, solange keine dicke Schneedecke liegt! Durch das Füttern durch die Menschen aber verlieren sie ihre naturgegebene Überlebensfähigkeit! Daher ein Apell an unsere Mieter: Bitte nicht füttern!

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Über MGR RA4456

Identadressen: Böcklinstraße 67 - 75 Lukschgasse 5 Gemeinschaft eines Wiener Gemeindebaus
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